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[thing-group] Received 18. 02. 2013 14:37 from from

Verlust bei Festival Lüften 700.000 Euro!

Auch das ein gruseliges Dokument aus der derzeitigen Kulturpolitik.

Das Lüften Festival hat im letzten Jahr (2012) mehr als 700.000 Euro
Verlust eingefahren. Das ist 10x mehr als der Jahresetat für die
Projektförderung in der Bildenden Kunst.

Frage mich, woher sie vorher das Geld hatten.

Ach, und die Kosten für den Umbau des Mousonturms belaufen sich auf 3,89
Mio. Euro! Das sollten wir auch noch wertschätzen :(

Grüße
Stefan

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Bericht des Magistrats vom 19.11.2012, B 487


Betreff:

Erhebliche Defizite im Künstlerhaus Mousonturm - wer gleicht das Defizit
aus?

Vorgang:

A 192/12 SPD


1. Wie hoch ist das Defizit, das bei der Durchführung des Festivals
"Lüften" entstanden ist?

Das Defizit beim Festival "Lüften" beläuft sich auf 712.691,11 Euro. Der
Großteil dieses Defizits resultiert aus dem Unterschiedsbetrag zwischen
den laut Kalkulation erwarteten und den erzielten Karteneinnahmen und
geht auf erwartete aber nicht erzielte sonstige Einnahmen (u.a.
Sponsorenleistungen, Kooperationen mit beteiligten Unternehmen, Spenden)
zurück. Auf der Ausgabenseite ist zu vermerken, dass die eingesetzten
Eigen- und Drittmittel wirtschaftlich und sparsam verwendet wurden, was
auch die positive Prüfung des Verwendungsnachweises durch einen
Wirtschaftsprüfer bestätigt hat.


2. Wie wird dieses Defizit gedeckt?

Die Einrichtung eines mit einer Sollbegrenzung versehenen stadtinternen
Kontokorrentkontos ermöglicht den Ausgleich des Defizits. Dieses
Kontokorrentkonto unterliegt der für städtische Kontokorrentkonten
üblichen Kontokorrentverzinsung und muss bis spätestens 31.12.2016
ausgeglichen sein (ursprünglich geplantes Ende der Intendanz Ewerbeck).



3. Welche Auswirkungen hat das Defizit auf die Programmgestaltung, und
ist deshalb mit einer Erhöhung der Eintrittspreise zu rechnen?

Durch geschickten Einsatz der Produktionsmittel, den einzig unmittelbar
variablen Kosten der Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main GmbH,
soll verhindert werden, dass zukünftig substantielle Einbußen im
Spielbetrieb verzeichnet werden müssen. Einige maßgebliche Methoden zur
Beibehaltung der künstlerischen Qualität sind:

- Abtragung des Defizit über vier Jahre anstatt auf einmal

- Bestmögliche Reduzierung von Ausgaben für freie Mitarbeiter,
insbesondere im Bereich Technik von ca. 430 T€ (2011) auf ca. 200 T€
(Planung 2013);

- durch

- Wegfall von Publikumsbereich-Umbaukosten durch die neue Tribüne
im Saal

- Reduzierung von Nachtumbauten durch bewusste Spielplangestaltung

- Programmgestaltung in neuen Kooperationen mit anderen lokalen und
internationalen Kulturinstitutionen im weitesten Sinne und
unterschiedlicher Disziplinen.

- Längerfristig auch Reduzierung von semi-fixen Kosten

- Bsp.: Ersatz externer Lagerraum durch Nutzung hausinterner
Räumlichkeiten

Mit einer Erhöhung der Eintrittspreise ist definitiv nicht zu rechnen.
Im Gegenteil, es wird weiterhin an der von Niels Ewerbeck eingeführten
grundsätzlichen Vereinheitlichung der Preise auf 17,- / ermäßigt 8,-
(Saal) bzw. Euro 12,- / ermäßigt 6,- (Studio) festgehalten.


4. Ist eine Fortführung des Festivals "Lüften" geplant, und welche
Finanzierung ist dafür vorgesehen?

Eine Fortführung des Festivals "Lüften" ist aus momentaner Warte nicht
geplant.


5. Wie hoch sind die Kosten der Umbaumaßnahmen im Künstlerhaus
Mousonturm, und wer trägt die Kosten des Umbaus?

Der Umbau des Saals - Bühne, Tribüne, Balkon - erfolgte, damit das Haus
erneuert und den heutigen Bedürfnissen zeitgemäßen Produzierens und
Präsentierens angepasst werden kann, und dies ganz, ohne die
Betriebsmittel der Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main GmbH noch
jene des städtischen Kulturhaushalts zu beanspruchen. Insgesamt wird die
Höhe der Kosten dieses Umbaus laut der vorliegenden Information
(Grobkostenkalkulation der FAAG) mit 3,89 Mill. Euro beziffert. Gemäß
der neuen Vereinbarung wird diese Bausumme auf die neu berechnete Miete
umgelegt, deren Höhe sich künftig dennoch voraussichtlich sogar leicht
um ca. 12.000,- Euro jährlich verringert gegenüber den zuvor von der
Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main GmbH geleisteten
Kostenmietbeiträgen (Amortisierung der Investitionen von 1988/89).

Der Mousonturm entschloss sich außerdem, die Sanierung des 2. Stocks
zeitgleich mit dem großen Umbau vorzunehmen, da viele Bereiche des
Hauses ohnehin direkt oder indirekt vom Saalumbau bereits betroffen
waren, und darüber hinaus dies in Eigenregie, in einer wesentlich
kostengünstigeren Variante, als dies durch die FAAG angeboten worden
wäre, zu tun. Da es entgegen ursprünglicher und durch die FAAG über
einen langen Zeitraum hinweg immer wieder genährter Hoffnung nicht
möglich war, den Umbau durch den kalkulierten Puffer für
Unvorhergesehenes beim Theatersaalumbau mitzufinanzieren, hat sich die
Gesellschaft auf die Suche nach einer über mehrere Jahre abzutragenden
Finanzierung dieses Umbaus gemacht. Die kalkulierten Umbaukosten für den
2. Stock (ca. 150 T€) sind bei der Sollbegrenzung des eingerichteten
Kontokorrentkontos (siehe Frage 2) berücksichtigt. Damit gelten auch
hier die dort schon erwähnten Konditionen hinsichtlich des Ausgleichs.


http://www.stvv.frankfurt.de/PARLISLINK/DDW?W=DOK_NAME=%27B_487_2012%27


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