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[thing-group] Received 27. 02. 2007 17:35 from from

MMK-News 02/07

einmal herzinfarkt für udo, bitte ...

ZORAN MUSIC.
Meditationen über die Vergänglichkeit.
Aus der Sammlung Großhaus
 
Eröffnung: Freitag, den 02. März 2007, 19 Uhr
Dauer der Ausstellung: 03. März bis 20. Mai 2007
 
 
Der 1909 in die untergehende Österreich-Ungarische Doppelmonarchie
hineingeborene Künstler Zoran Music erlebte durch den 1. Weltkrieg
schon früh die Schrecken des Krieges und die damit in Zusammenhang
stehende Vertreibung und erzwungene Nomadenschaft. Music studierte nach
den Kriegswirren an der Akademie der Schönen Künste in Zagreb bei Ljuba
Babic, einem Schüler von Franz von Stuck. 1935 beendete er sein
Kunststudium und reiste nach Madrid, um im Prado seine Vorbilder El
Greco, Velázquez und Goya zu studieren. Als 1936 der Spanische
Bürgerkrieg ausbrach, zog er sich auf eine dalmatinische Insel zurück-
zog, bevor er 1943 nach Venedig übersiedelte. Erste Ausstellungs-
erfolge stellen sich in diesen Jahren ein, sein Traum von einem
Künstlerleben in Venedig schien sich realisieren zu lassen, bis er 1944
von der Gestapo wegen Kollaboration mit antideutschen Kreisen verhaftet
und in das Konzentrationslager Dachau als Häftling 128.231 deportiert
wurde.
 
Durch diese - immer am Rande des Todes schwebende - höllische
Erfahrung, wurde nicht nur sein Leben, sondern auch sein Werk
entscheidend geprägt. 1945 von den Amerikanern befreit, sollte sich das
Leben - zumindest nach außen hin - langsam normalisieren. Es folgten
wichtige Ausstellungsbeteiligungen, u.a. 1950 an der Biennale von
Venedig, 1956 an der Documenta in Kassel etc. In den Arsenalen der
Erinnerung waren die Grenzerfahrungen im Konzentrationslager jedoch
fest gespeichert. Erst in den frühen 70er Jahren, nach einer Phase der
Lähmung und des Schweigens, kamen die grauenhaften Erlebnisse wieder an
die Oberfläche. Ab den 80er und 90er Jahre lebt Music abwechselnd in
Paris und Venedig, wo er 2005 im Alter von 96 Jahren stirbt.
 
Zoran Music war ein endloser Wanderer zwischen den Welten und Ländern,
- einer der ständig Grenzen und Kulturen überwand bzw. gezwungen war,
diese zu überwinden. Das Oeuvre von Music, spiegelt sein Leben wider
und spannt  einen Bogen von emotional unbeschwerter, kindlicher
Glückseligkeit und jugendlicher Leichtigkeit, von der Verzweiflung und
Todesangst im Konzentrationslager, bis hin zu seinem ausdrucksstarken,
melancholischen Alterswerk, in dem er sich mit Leere, Vereinzelung und
der Meditation über die Vergänglichkeit auseinander setzte.
 
Die Ausstellung mit Gemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken präsentiert
mit rund 120 Werken aus allen Schaffensphasen der Sammlung Carl und Eva
Großhaus und Exponaten aus der Sammlung Karl-Heinz und Agnes Essl einen
umfassenden Einblick in das künstlerische Lebenswerk von Zoran Music.
 
Sponsoren: Kulturfonds Bayern, CommuniGate Kommunikations-Service GmbH
 
Fotocredit: Zoran Music, Wir sind nicht die Letzten © VG Bildkunst 2007
 
 
FÜHRUNGEN / KUNSTVERMITTLUNG
Öffentliche Führungen: Sonntags 15 Uhr und nach Vereinbarung
Individuelle Führungsangebote und Workshops für Kinder,
Student/innen, Erwachsene etc.
Infos: T +49 (0) 851 38.38.79-11

Bräugasse 17, D - 94032 Passau; T +49 (0) 851/38.38.79-0
Di - So 10 - 18 Uhr

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