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Station Rose : Beuy sex egese


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Post-Ford Empire
Joseph Beuys
1974
Karteileiche, 13cm x 8cm
Sammlung Orban
C14-zertifiziert von Alfred 23 Harth


Von: harth23 [at] nsa [dot] rok
Betreff: Re: aRTfACTS : bislang unbekannte beuys-arbeit entdeckt
Datum: 15. Januar 2006 15:59:36 MEZ
An: mw [at] designerzeitung [dot] de

Jawohl, Mr. Corb, die erwaehnte C14-Zertifizierung bezieht sich
allerdings noch auf ein weiteres Echtheitsindiz (C-IV) aus der Zeit Mai
1974 als Beuys Yul Brunner anlaesslich eines Telefonats mit dem
damaligen art-director des Chicago Art Club in der Hosentasche -
sozusagen blind – skizzierte, diese Skizze sodann auf Holz uebertrug
und auf 1968 rueckdatierte,um auch einmal einem Hollywoodstar einen
Duft von Pilot, aeh, Politkunstgeruch, sprich 6`8 anzupinnen. Der
Vollstaendigkeit1/2er haenge ich das Photo dieser Arbeit nachfolgend &
-reichend an. Sie erinnern sich – wir hatten waehrend Ihres
WinterSemesters 1992/3 an der Seoul University zusammen mit Ihrem
damaligen Kommilitonen, Herrn Egidius Brun, eine laenger anhaltende
Diskussion ueber Einfluss & Ausschlag – dass Beuys passioniert und
heimlich in Duesseldorf dem Hallentennis ergeben war. Daher die Bezuege
auf „arm“ und „kalt“, die Zweideutigkeit in der Schreibweise des
Buchstaben „n“.Das „n“ liest sich eindeutig auch als „u“ und hier sehen
wir heute in der Beuysexegese eine weitere Anspielung auf alles
Teutschtum. Der zweifach unterstrichene Teuis-Schlaeger!

Weiter: was wie ein Karteikastenlocherloch anmuten laesst - und
wahrscheinlich auch von Beuys so gelocht worden war – schnappt um in
einen fliegenden Tennisball, der ueber das angedeutete Netz –
Zweifachlinie – dem „Teuis-Schlaeger“ (Zeus-Schlaeger, sic!) zufliegt.
Wir koennen heute mit Abstand und an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit sagen, dass Beuys mit der Zweifachlinie den
Atlantischen Ozean symbolisiert hatte und auf den transatlantischen
Schlagabtausch zwischen einem an der Duesseldorfer Kunstakademie
haengengebliebenen (ihm unangenehmen) Hugo-Ball-Kader und der
Ford-Stiftung mit Sitz in Deteuis (damals), deren Vorstand sich auf
Ideologien des Boxer-Poeten Arthur Cravan berief und die Kunst in
Deutschland tiefgreifend veraendern wollte, um dem CIA zuzuarbeiten in
seiner Strategie, West-Berlin zur „Terrasse des Kapitalismus“ zu
stilisieren, einzelne Kuenstler & auch Journalisten mit CIA-Geldern zu
foerdern usw. im Zuge der Ereignisse des Kalten Krieges.

Beuys sprang nun geradezu in diese peinlich-gefaehrliche Situation ein
durch das vermeintliche 68er Portrait Yul Brunners & rettete damit
schliesslich das „Post-Ford Empire“ und dankbarerweise haben wir nun
unsere Kunst heutzutage,wie wir sie nun haben!

Ich weiss nicht, ob Sie noch mit Herrn Brun Kontakt haben. Jedenfalls
liess er mich kuerzlich wissen, dass er 1994 noch Kontakt mit der
Seouler Neo-Minwha-Bewegung hatte, die sich in einer damals sehr
praegenden Arbeit – in Korea-Sued - auf eine Abspaltung der Gruppe „Yul
Brunners Ideologisches Tagebuch“ zum „Hugo-Ball-Klub-Koerperfinger“
bezieht, und zu diesem oeffentlichen Ereignis sogar echtes Blut
geflossen sein soll! Dies nur nebenbei.

Mit freundlichen Gruessen,

Alfred 23 Harth



(((((A)))))
Normative Bebilderung IV
(A)rchive for Advanced Politics & Documentation
kontakt: mw[at]designerziehung.de
"matze schmidt-kunst" capitalism = différance house



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