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[thing-group] Received 25. 05. 2009 17:37 from from

Re: Höhe von Fördermitteln...

Lieber Jan,

vielen Dank für Deinen erhellenden Beitrag.

Für die bildenden Künstler stellt sich die Sache so dar, dass sie
erstmal Einzelkämpfer sind. Eine Vetretung der Offspaces ist nie
zustande gekommen, weil anscheinend die Gemeinsamkeiten zu gering sind.

Das kam schon vor 10 Jahren auf, als es noch gemeinsame Rundgänge gab.
Da wollten die Offenbacher nicht mit den Frankfurtern. Und alle zusammen
wollten keine offenen Ateliers dulden.

Ein erneuter Anlauf einer gemeinsamen Plattform verlief erst kürzlich
nach zwei Treffen im Sande.

Eine Bestandsaufnahme finde ich auch wichtig. Und für die Offspaces
halte ich Thing Frankfurt auch für nahezu vollständig.

Ansonsten gibts ja noch das Kulturportal Hessen

--> http://www.kultur-hessen.de

das allerdings keine direkte Vertretung der Szene darstellt.

Den Begriff der "Leuchttürme" finde ich einer der schlimmsten, die wir
bislang hatten. Der gehört unbedingt weg.

Grüsse
Stefan

> Hallo liebe thing community
>
> was man mit einer Veranstaltungsankündigung so auslösen kann...
>
> Um dem Drängen von Stefan erstmal genüge zu tun: Mein Gesamtetat liegt bei etwa 12.000 Euro, davon sind 50% Fördermittel. Allerdings ist der Etat schon so runtergerechnet, dass bei 6 Beteiligten und monatelanger Arbeit nur Minimalgagen eingerechnet sind. Leben kann man von sowas natürlich nicht...
>
> Als Geschäftsführer des Landesverbandes Professionelles Freies Theater (laPROF) versuche ich das schon lange zu thematisieren. Erst kürzlich haben sich über 60 KünstlerInnen aus den darstellenden Künsten für eine Veränderung der Verkrusteten Förderstrukturen eingesetzt. Unser Problem sind nicht etwa die Städtischen Bühnen, auch nicht wichtige und notwendige Einrichtungen wie der Mousonturm oder das (viel zu schlecht geförderte) Gallustheater. Sondern eine Förderstruktur, die größte Teile der Mittel bei einzelnen Theatern (meist Ensembles mit eigener Spielstätte) festgelegt hat, sodass für neue Gruppen und Projekte nur noch Brotkrumen übrig bleiben. Zumeist sind es die eher experimentellen Gruppen, die auf der Strecke bleiben. Das Ergebnis (wie bei anderen Kultursparten auch): Abwanderung.
>
> Letztendlich stehen die freien Kulturschaffenden aller Sparten vor ähnlichen Problemen. Gerade in Frankfurt, wo man Repräsentativkultur als "Leuchttürme" feiert. Eine gute Bestandsaufnahme aller Kulturinitiativen in Frankfurt, vielleicht sogar in Hessen wäre mal spannend. Dann könnte man ja die Potenziale aufzeigen.
>
> Die Darstellenden Künstler wollen die Verhältnisse jedenfalls nicht mehr hinnehmen und haben mit viel positiver Resonanz aus der Presse Forderungen nach Veränderungen an die Öffentlichkeit gebracht und sind auch auf Interesse der Politik gestoßen. Wäre schön, wenn auch andere ähnliche Initiativen machen würden. Denn wenn 23 Millionen für ein Turnfest möglich sind, dann muss ja irgendwo noch Geld liegen, trotz Wirtschaftskrise. Mit dem Geld könnte man alle Kultursparten der freien Szene für 5 Jahre luxuriös ausstatten...
>
> Liebe Grüße
>
> Jan Deck
>


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