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[thing-group] Received 18. 11. 2009 22:22 from from

Re: Betrifft: Kunst als Ambiente - die Wirklichkeit in Frankfurt

Holá,

Hierzu nun mal eine bewußt schlicht gehaltene Hypothese über die Kunst und den Kunstmarkt, ebenfalls als Ergänzung zur schönen Beschreibung der Waren- und Tauschform nach Marx durch Hrn. Beck:

G - W -G = Geld - Ware - Geld

darin ist Geld der/das wichtigste Motor/Motiv der Warenform, zu der auch wertfreie Kunst heruntertransformiert wurde. Denn: Kunst kann ebenfalls als Tauschwert noch Gebrauchswert haben, denn sie vermittelt etwas Essentielles..

Nun die Hypothese:

>>
Ein weiteres Problemfeld der modernen Kunst ist , das die Umwelt so naturbelassen und vielschichtig wie sie nun einmal ist und sich für uns alle möglichst oft darstellt, trotzdem so naturbelassen von einigen Menschen nicht mehr als kunstfähig oder authentisch anerkannt und wahrgenommen wird.

Sicher auch ein Problemfall der gestörten, nicht achtsamen Wahrnehmungsfähigkeit und Mangel an meditativer Versenkung.

Besonders bei Besitzern von Vermögen oder Geldeigentum ist diese verstärkt der Fall. Denn diese sind dem Zwang ausgesetzt, sich scheinbar authentische Kunst dritter/vierter, die irgendwo anders in der Welt als akzeptiert auftritt oder dergestalt beworben wird und sich daher als Kunst bewahrheitet und durchgesetzt hat, kaufen zu wollen. Die Geldbesitzer unterliegen dem Zwang sich selbst authentifizieren zu müssen, indem sie ihrem Geld durch Kunst einen ihnen verständlicheren, wie authentisch-lebendigen Mehrwert hinzuaddieren.

Sie glauben damit endlich ein belegbares wie zertifiziertes Teil aus der belebten, anerkannten Welt zu besitzen. Da sie ihrer eigenen Wahrnehmung nicht mehr trauen können oder dürfen müssen sie so handeln. Denn was keinen Preis hat ist auch nichts für sie Wert. So weit ist es mit ihnen bereits gekommen.

Und der etablierte Kunstmarkt ist mächtig stolz darauf, das es diese Leute gibt und sieht darin, u.a. seine Rechtfertigung.


<<


Gruß, B.



--- In thing-frankfurt [at] yahoogroups [dot] de hat "Verena" geschrieben:
>
> @sabine:
>
> ... ich glaube, du hast recht ... nicht nur in der KUNST, auch in anderen bereichen, und so auch hier, werden ständig bewertungen vorgenommen. z.b. was jetzt interessante, relevante (letztlich "gute" kunst) sei. und es wird selten gekennzeichnet, falls es sich dabei um subjektive ansichten handelt.
>
> ... ich persönlich finde es mittlerweile nicht mehr so interessant, zu definieren, WAS denn nun relevante KUNST sei. ob "objekte-ausstellen" nun völlig out ist. oder was denn nun an "herum-sitzen-und-kommunizieren" kunst sein soll ... das sind doch alles "fragen aus dem kunstleistungskurs" (zitat: eva moll ;-))
>
> und zum thema "kommunikation"
>
> @helge BOMBER:
> ... bei Eurer Phrix KG: hattet Ihr das offensichtlich gemacht, dass Ihr einen Raum zum Austausch bereitstellt? Denn das würde als Kommunikations-Akt zu diesem Projekt dazugehören, meine ich. und: Du beklagst, dass die Besucher*innen die Erwartung hatten, unterhalten zu werden ... aber ist es nicht so, dass auch IHR etwas erwartet habt, nämlich dass die Leute dort bleiben und kommunizieren ...
>
> ... also, ich denke, wenn man die Leute zum kommunizieren animieren möchte, muss man selber auch kommunizieren. und nicht erwarten, dass sie gleich alles verstehen, was im eigenen kopf vorgeht. es könnte sonst ein wenig von oben herab wirkenn, auch wenn das sicherlich nicht so gemeint ist.
>
> ... ebenso wäre es doch kommunikativ, auch auf begriffliche fragen wie die von sabine ("kinderkram" etc.) einzugehen :-)
>
>
> einen schönen sonntag noch,
>
> viele grüße
>
> verena
> aus Kreativstadthausen (= Offenbach)
>




[Die Teile dieser Nachricht, die nicht aus Text bestanden, wurden entfernt]



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