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[thing-group] Received 06. 01. 2005 22:17 from from

Vortrag Jeanette Hofmann, Dienstag 11.01.2005

Eigenes und Fremdes im Schüttelbad digitalen Designs

Vortragsreihe im Rahmen der Heinz und Gisela Friedrichs
Stiftungsprofessur von Sebastian Oschatz

Unter dem Titel "Eigenes und Fremdes im Schüttelbad digitalen
Designs" sprechen an neun Abenden Künstler und Ingenieure,
Forscher und Gestalter aus unterschiedlichen Perspektiven über die
Frage wie sich die Linie zwischen Privatheit und Öffentlichkeit durch
Technologie verschiebt, und welche Auswirkungen das auf Gestaltung
hat.

Vierter Abend //Verstehen/Netze

Dr. Jeannette Hofmann,
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Dienstag 11.01.2005, 19.30
HfG Offenbach, Schlossstrasse, Raum D-101, Eintritt Frei

http://www.hfg-offenbach.de/calCont.hfg?fdId=266

Das Internet wird oft als gegeben hingenommen. Tatsächlich ist es
ein recht zufällig entstandenes Netzwerk das sich aus dem
Zusammenspiel von hunderttausenden unabhängigen Institutionen und
Personen ergibt, die über einige wenige, technisch implementierte
Regeln zusammenkommen. In der Frühphase lautete einer der Wahlsprüche
der Designer des Internets: "We reject kings, presidents and voting.
We believe in rough consensus and running code" Davon ist man heute
weitgehend abgekommen: Domain-Namen, geistiges Eigentum und
Datensicherheit im Internet sind massive Wirtschaftsfaktoren und
prägen die Diskussion. Die Stimmen, die eine stärkere
Regulierung fordern werden immer stärker. Aber welche Spielregeln
liegen dem Internet zugrunde? Wie lautete die ursprüngliche Utopie?
Wie kann man in einer dezentralen Organisation koordiniertes Handeln
sicherstellen? Wie balanciert man Eigennutz und Gemeinnutz in einem
frei gestaltbaren technischen System? Wie verbindet sich das Netz mit
existierenden Machtstrukturen? Welche Rolle spielt Demokratie im
Zusammenhang mit einem weltweiten Netz? Und wenn sie eine Rolle
spielen sollte, wie führt man sie ein? Wer bestimmt, wie sich dieses
Medium weiterentwickelt? Wie werden die Akteure legitimiert? Und wer
ist überhaupt ein Akteur? Wie werden Politik und Macht entworfen?
Wie geht Design von Technologie in das Design von Politik über?

In Ihrem Vortrag führt Jeanette Hofmann klaren Worten in die
Thematik ein. Als Politikwissenschaftlerin und Mitarbeiterin in
verschiedenen Gremien die sich mit der Regulierung des Internets
beschäftigen, verfolgt sie die Vorgänge seit Jahren. Spannend hierbei
der doppelte Blick als Wissenschaftlerin von Aussen und als
Aktivistin von Innen. (Sebastian Oschatz)

http://duplox.wz-berlin.de/people/jeanette
http://duplox.wz-berlin.de/people/jeanette/texte/Internet%
20Governance.pdf

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